Wurmkiste

Über ein paar YouTube Videos bin ich über das Konzept einer Wurmkiste gestolpert und so habe ich mir kurzerhand selber eine gebastelt. Über die Wurmkiste kann ich den Biomüll aus dem Haushalt und die Pflanzenreste, welche auf der Terrasse anfallen entsorgen. Bakterien in der Kiste zersetzen den Biomüll und die Kompostwürmer leben davon und produzieren Humus. Diesen Humus kann ich dann als Dünger für meine Pflanzen verwenden.

Als Material für die Kiste habe ich billiges Fichtenleimholz aus dem Baumarkt organisiert und den Rest hatte ich in der Werkstatt rumliegen. Die Bretter wurden auf Maß geschnitten, verleimt und verschraubt. Als Füße kamen Hartholzklötze zum Einsatz, damit diese nicht so schnell verrotten, da ich die Kiste auf der Terrasse aufstellen möchte. Die Fugen habe ich innen mit Silikon abgedichtet.

Zur Belüftung wurden mit dem Kreisschneider Löcher in die Seitenwände gebohrt und mit den Resten eines Fliegengitters verschlossen. Den Deckel habe ich mit 2 Scharnieren befestigt und eine Kette angebracht, damit der Deckel nicht nach hinten fallen kann.

Um eine Drainageschicht zum erhalten, wurden am Boden 2-3 cm Lavakies eingefüllt . Über Schläuche, welche ich mit Heißkleber eingeklebt habe, kann überschüssiges Wasser bzw. der Wurmtee abgelassen werden. Über der Drainage habe ich 2 Lagen Pflanzenflies eingelegt und mit dem Tacker befestigt.

Damit ich die Schläuche nach oben klemmen kann, habe ich mir Schlauchschellen entworfen und am 3D-Drucker ausgedruckt. Die Idee ist, wie bei einer Schlauchwaage, den Wasserstand am Schlauch ablesen zu können. Mal sehen ob das funktioniert.

Die Kompostwürmer habe ich mir über das Internet bestellt und die waren dann auch schneller da als gedacht. Es war schon etwas komisch die 1.000 Würmer in Empfang zu nehmen, es ist aber gar nicht so eklig wie man es sich vorstellt. Die Würmer werden in etwas Substrat geliefert, hier leben neben den Würmer auch wichtige Bakterien. Nach dem Einsetzen müssen sich die Würmer erst mal ein paar Tage akklimatisieren. Damit das Substrat nicht austrocknet und keine Fruchtfliegen rankommen, habe ich mir einen Jutesack besorgt und einfach oben drauf gelegt, alternativ geht wohl auch Zeitungspapier.

Nach ca. 4 Wochen hat sich eine ca. 4-5cm hohe Futterschicht angesammelt und die Würmer futtern sich weiter unten schon kräftig durch den Biomüll.

Insgesamt dauert es ca. 5 Monate bis man den Humus ernten kann. Über den Winter wandert die Kiste dann ins Wohnzimmer – mhh Regina weiß noch gar nix davon – oder halt in die Garage.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.